Was kannst du tun, bevor du losziehst und ihm einen Gefährten kaufst?
Unsere Tiere machen uns glücklich, und für uns ist es ganz wichtig, dass es ihnen gut geht und sie auch glücklich sind.
Vielleicht hast du ein schlechtes Gewissen, wenn dein Hund dich traurig anschaut, wenn du ihn alleine zu Hause lässt, um zur Arbeit zu gehen. Du sprichst mit einer Freundin darüber, die dir vorschlägt, dir einen zweiten Hund zuzulegen, damit er nicht so alleine ist. Problem gelöst!
Du setzt die Idee sofort um und kommst ganz begeistert mit einem neuen Mitbewohner nach Hause. Jetzt ist alles gut! Aber Schreck! Die beiden mögen sich gar nicht, sie zanken ständig und scheinen keine Freundschaft schließen zu wollen, so wie du es dir vorgestellt hattest. Was ist da schief gelaufen?
Ein wichtiger Schritt fehlte: Hast du deinen Hund gefragt, ob er gerne einen Gefährten hätte?
Ich habe mit vielen wohlmeinenden Menschen gearbeitet, die auf Grundlage von Vermutungen gehandelt haben, ohne ihr Tier zu fragen: Bist du einsam? Möchtest du einen Gefährten? Wie könnte das für dich aussehen? Oder können wir stattdessen deinem Tag eine neue Aktivität oder einen anderen Menschen zufügen?
Tiere finden normalerweise einen Weg, uns ihre Wünsche mitzuteilen. Schließlich weißt du doch immer, wenn deine Katze Hunger hat oder dein Hund mal vor die Tür muss, oder? Vielleicht hat das Miauen oder das Bellen einen bestimmten Klang, oder du nimmst ihre energetische Kommunikation auf andere Weise wahr. Es ist für jeden anders. Meine langjährige Arbeit mit Tieren hat mir gezeigt, dass die energetische Kommunikation ständig im Fluss ist. Sei dir ganz sicher: Wenn du deinem Tier eine Frage stellst, wird es antworten.
In den „Mit den Tieren sprechen”-Kursen haben wir schon ganz oft erlebt, mit welcher Klarheit Tiere kommunizieren können. Da bleibt kein Raum für Zweifel. Vertraue dir selbst und verbinde dich energetisch mit deinem Tier. Dann frage es, ob es gerne ein anderes Tier um sich hätte.
Wenn dein Tier keinen Gefährten möchte, welche anderen Möglichkeiten könntest du dann erforschen? Vielleicht findest du jemanden, der mit deinem Hund spazieren geht oder ihn besucht. Könntest du morgens früher aufstehen und selbst ein bisschen Zeit mit deinem Hund verbringen? Möchte dein Tier vielleicht ein neues Spielzeug oder ein Suchspiel, mit dem Tiere sich gerne stundenlang beschäftigen? Was gibt es sonst noch, das du noch nicht in Betracht gezogen hast?
Harmonie zu Hause
Wenn du dies erst nach dem Erwerb des zweiten Hundes liest und dein erster Hund sich über den neuen Spielkameraden gar nicht freut, wie kannst du dann trotzdem Harmonie zu Hause schaffen? Könntest du zu deinem Fehler stehen, anstatt ihn unter den Teppich zu kehren? Nimm deinen ersten Hund zur Seite und sage ihm, entweder laut oder energetisch: „Es tut mir leid, dass ich dich erst gefragt habe.” und meine es auch so.
Anerkenntnis hat eine ganz große Macht. Ich habe es oft erlebt, wie sich die Dynamik in Beziehungen sofort verändert hat, sobald eine Situation beim Namen genannt wurde. (Dieses Werkzeug funktioniert auch bei Menschen. Sei präsent und erkenne an, was bei dir los ist, und eine Situation mag sich schneller auflösen, als du dir vorstellen kannst.)
Bei Tieren geht Veränderung meist noch schneller als bei Menschen. Tiere hegen keinen Groll und sind immer gerne bereit, mit uns zusammenzuarbeiten.
Ein eigener Rückzugsort
Nach der Anerkenntnis sind noch ein paar weitere Schritte erforderlich. Ich schlage vor, du fragst dein Tier zunächst: „Kannst du mit diesem anderen Wesen zusammen leben?” Meist ist das durchaus eine Möglichkeit.
Danach kannst du das Zusammenleben so gestalten, dass jedes Tier einen eigenen Rückzugsort hat, an dem das jeweilige Körbchen steht. Stelle danach eine Hausordnung auf, genauso, wie du das auch für Kinder tun würdest.
Ich habe bei mir zu Hause genau festgelegt, wo meine drei Hunde ihre Körbe und ihre Futternäpfe stehen haben. Niemand geht an den Korb oder Napf eines anderen Hundes. Als Rudelführer bin ich bereit, im Bedarfsfall einzugreifen. Wenn eines meiner Tiere sich daneben benimmt, kann ich eine sehr unmissverständliche Energie sein. Wenn deine Energie mit deinen Worten kongruent ist, kommt das bei deinem Tier an, und du musst es nicht anschreien.
Tiere haben Emotionen, aber sie sind anders als unsere. Deshalb ist es sichtig, ihnen Fragen zu stellen und dir zu überlegen, was zu tun du bereit bist. Im Zusammenleben mit Tieren musst du immer wählen, was für dich funktioniert – und für deine Tiere.
Für mehr Werkzeuge rund um „Mit den Tieren sprechen”, besuche bitte meine Seite https://suzygodsey.com/talk_to_the_animals/Ich biete regelmäßig Online-Kurse an, an denen du gemeinsam mit deinen Tieren teilnehmen und mit Freude die Kommunikation miteinander erlernen kannst.
Wenn du deine Führungsqualitäten im Umgang mit Tieren verbessern möchtest, nimm doch gerne an meinem Online-Kurs Talk to the Animals vom 24. bis 25. Februar 2024 teil.
Der Kurs erstreckt sich über 2 Tage (3 Stunden pro Tag) und ist ein großartiger Ort, um Fragen über deine Haustiere zu stellen, deine Fähigkeiten zu üben und deine Kommunikationstechniken zu verbessern. Der Kurs findet auf Englisch statt und wird auf Deutsch üersetzt.